Als in Europa 1990 das Hollywood-Epos „Der mit dem Wolf tanzt“ („Dances with wolves“) mit Kevin Kostner in die Kinos kam, wurde in Europa ein neues Interesse an den „American Natives“ (in Kanada „First Nations People“ genannt, denn sie waren zuerst da), an ihrem Schicksal und ihrer Lebensweise geweckt. Die nordamerikanischen „Indianer“ sahen die Sache vielfach anders. Ein großer Teil meinte, der Film habe den Weißen nur wieder das bekannte Klischee des halbnackten, Pferde stehlenden Indianers vorgeführt. Für die weißen Bürger Amerikas stellt die Vertreibung der Ureinwohner aus ihren angestammten Gebieten und die brutale Zerstörung ihrer Kultur eines der unangenehmsten Kapitel ihrer Geschichte dar. Eine, die bei uns nach wie vor selten reflektiert wird. Dabei könnten so genannte „zivilisierte“ Gesellschaften besonders heute von der tiefgründigen Weisheit, aber auch dem Medizinwissen des „roten Mannes“ profitieren. Ähnlich, wie dies seit Jahrzehnten auch durch das westliche Interesse an östlichen Heilmethoden und asiatischer Lebensart geschieht. 

In „New Age“-Kreisen werden gern indigene Bräuche, etwa das Schwitzhüttenritual, ein Befragen des Medizinrades oder Formen der Visionssuche für gestresste Westler praktiziert. Indigene Spiritualität und Medizin werden jedoch in ihrer urtümlichen Bedeutung und Praxis von Weißen nach wie vor weitgehend ferngehalten. Zu schlecht war die Erfahrung ehrlicher und geistig hochstehender Zivilisationen wie den „First Nations“ in Kanada oder „American Natives“ in den USA mit westlicher Habgier und Intoleranz. Es kann auch niemals Sache eines Weißen sein „indianisch“ zu werden. Wohl aber können wir versuchen, von jenem „Gehen in Schönheit“ zu lernen, das für traditionell denkende „Indianer“ wieder zunehmend eine Selbstverständlichkeit wird. „Walk in beauty!“, lautete ein von ihnen oft gegebener Rat. Dies umfasst ethisches Handeln, Großzügigkeit, Respekt, Verständnis, Mitgefühl und Liebe sowie die Einsicht, dass unsere Seele mit dem ganzen Universum untrennbar verflochten ist. Was wir unserem Nächsten und unserer Mutter Erde antun, tun wir immer nur uns selbst an. 

Es soll daher nicht verwundern, wenn die „Indianer“ sinngemäß über Christoph Kolumbus und sein Gefolge sagten: 
„Er wusste nicht, wo er hinfuhr, und nicht, wo er gewesen war. Und er tat alles mit anderer Leute Geld. Die anderen Weißen sind seither seinem Beispiel gefolgt.“ (1)

Das Wort „Indianer“ stammt bekanntlich daher, weil Kolumbus 1492 glaubte, er habe Indien erreicht und nannte daher die ersten Menschen, denen er begegnete Indianer. Der Begriff ist niemals abschätzig gemeint, ich verwende ihn hier analog mit „First Nations Person“ oder „American Native“, weil diese Bezeichnungen bei uns kaum gebräuchlich sind. 

Was glauben die Indianer? 

Ein „American Native“ spricht nicht über „Religion“, er hat sie. Die in unseren Breiten so hoch geschätzten biblischen Grundsätze, das erkannten sogar Missionare, fanden sich in der traditionell-indianischen Lebensart seit jeher perfekt umgesetzt. Dennoch erfuhren die indigenen Völker schlimmste Grausamkeiten durch den Staat und christliche Prediger. Nicht nur ihr Land wurde den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents einfach genommen, man zwang sie überdies, am Sonntag in Bethäusern einem strafenden Christengott zu huldigen, statt, wie es bei ihnen Sitte war, in freier Natur dem „Großen Geist“ in Handlungen und Gedanken ihre tägliche Ehrfurcht zu erweisen. Man verschleppte ihre Kinder in Internate, wo sie gedemütigt, geschlagen oder sogar sexuell missbraucht wurden. Da man ihnen auch ihre Sprache verbot, verstanden sie nach der Rückkehr ihre eigenen Familien nicht mehr. Diese gezielt indoktrinierten Jugendlichen waren dann zum Leben in der indianischen Gemeinschaft vollkommen unfähig – so war es von den Tätern auch beabsichtigt. Noch immer sind in TV-Dokumentationen alte Menschen indigener Herkunft zu sehen, welche unter Tränen die Geschichte unfassbarer Grausamkeiten erzählen. Prozesse und Geld als Entschädigung können seelische Wunden niemals heilen, sie wurden jedoch zum wichtigen Symbol der Wiedergutmachung für die zahllosen Opfer. Das man heute wieder selten überhaupt von diesem Thema hört, ist auch der „Globalisierung“ mit all ihren negativen Folgen zu schulden. Denn natürlich leiden weltweit aktuell Millionen Menschen an Krieg und Vertreibung. Was aber nicht das Leiden indigener Gemeinschaften weltweit relativiert.

Alle Indianer wissen (nicht „glauben“), dass der „Große Geist“, welche Namen man ihm auch geben mag, sich in der gesamten Schöpfung zeigt. In jeder Pflanze, jedem Tier, ja selbst in jedem Stein ist er zugegen. Ein System von Pflanzen-, Mineralien-, und Tiertotems gab dem indianischen Leben seine Ausrichtung. Die Frage nach der Zugehörigkeit zu einem Stamm lautete immer: „Was ist dein Totem?“. Nach diesen Regeln erfolgten auch Beziehungen und gegenseitige Hilfeleistung. Man fühlte sich dem eigenen Clan am stärksten verbunden. Vor allem bei den „First Nation People“, wie die kanadischen Indianer sich selbst nennen, ist das Schnitzen von Totempfählen und Tiermasken heute wieder von großer ritueller Bedeutung. Diese Gegenstände gelten als von den Ahnen und dem „großen Geist“ beseelt, sie schützen, lehren und begleiten eine indigene Gemeinschaft in allen Lebenslagen. Der in Filmen und Büchern so berüchtigte „Marterpfahl“ hat damit nichts zu tun – den gab es gar nicht.
 
„Indianersprachen“ können manche Dinge als lebendig benennen (etwa Rasseln, Trommeln oder bestimmte Steine). Diesen kommt in ihren alten Zeremonien eine wichtige Rolle bei der Krankenbehandlung oder Visionssuche zu. Die heilige Tabakspfeife war für Indianer ein „Telefon nach oben“. Wird sie respektvoll geraucht, entsteht eine Verbindung zu universellem Wissen. Auch Verträge wurden mit dieser Handlung besiegelt und von Indianern praktisch nie grundlos verletzt. Weiße dagegen brachen jeden Vertrag, noch bevor die Tinte darauf trocken war. Es gehörte zu den bedrohlichsten „Schwächen“ indigener Völker, diese Ehrlosigkeit und Falschheit der Weißen nicht begreifen zu können. Für sie war bereits wiederholtes Lügen ein schwerer Charakterfehler. Diese Gutgläubigkeit besiegelte nicht zuletzt das kommende Elend ganzer indigener Zivilisationen.

Zur Missionstätigkeit religiöser Eiferer, meinte Duke Redbird, Indigener vom Volk der Ojibwa folgendes:

„Ich bin der rote Mann. Ich schaue dich an, weißer Bruder. Und ich sage dir: Errette nicht mich von Sünde und Übel. Errette dich selbst!“ (2)  

Leider kommt es auch aktuell noch häufig vor, dass „Erweckungskirchen“ und ähnliche Bewegungen indigene Gemeinschaften und ihr Schicksal für eigene Zwecke einspannen, unter dem Vorwand, ihnen „zu helfen“.

Indianische Lebensart und Heiltradition

Wir erhalten von Geburt an die Fähigkeit zu träumen und Visionen zu haben. Eine Vision kann einem Menschen im Traum, durch persönliche „Erleuchtungserlebnisse“, als Folge einer schweren Krankheit oder eines harten Schicksalsschlages zuteilwerden. Oft besteht sie auch einfach in dem „guten Weg“, den jemand im Leben geht. Immer aber beinhaltet eine Vision den Gedanken, anderen Menschen zu helfen und auch der Allgemeinheit nützlich zu sein. Was der „zivilisierte Mensch“ dagegen heute als Vision bezeichnet, ist meist nicht viel mehr, als erweiterter Egoismus, finanzielle Gier und das Streben nach Macht und Einfluss.

Eine wichtige Forderung indianischen Lebens lautet: „Ehre die Alten“. Dieser Satz wird oft zum Thema indianischer Tanzfeste („Pow-Wows“) gewählt, die heute zwar allgemein zugänglich sind und auch touristisch gut verkauft werden, aber bisweilen noch „heilige“ Rituale beinhalten, die nicht fotografiert werden dürfen. Unseren Jugendlichkeitswahn und die respektlose Behandlung von Senioren empfinden traditionell denkende Indianer als schlimme weiße Geistesschwäche, die jede Gesellschaft aushöhlt und sie am Ende zerstört. Ebenso ein gefühlloser, brutaler Umgang mit Kindern (genauso wie Tieren) oder die Herabwürdigung der Frau, ihrer naturgegebenen Rechte und Eigenheiten. 

Für indianische Frauen stellte bereits ihre Gebärfähigkeit die Grundlage einer Vision dar. Sie galten jedoch als vollwertige Mitglieder der Gemeinschaft und es gab sogar weibliche Häuptlinge. Was den indianischen Mann auszeichnete, waren vor allem Tapferkeit, Loyalität, Selbstbeherrschung und Höflichkeit. Frauen oder Kinder schlecht zu behandeln oder gar zu schlagen, wurde als absolut verachtenswert angesehen. Bei familiären Problemen oder Scheidungen verhinderte der Schutz des Clans sowie der Rat der Alten unlösbare Konflikte. Die Indianer selbst leiden heute am meisten unter dem Verlust dieser Werte in den eigenen Reihen, denn natürlich sind familiäre Gewalt und vor allem der Alkoholismus mit den „weißen Werten“ auch zu ihnen gekommen.

In der Behandlung von Krankheiten und seelischen Leiden (letztere gab es selten) waren indigene Schamanen bzw. „Medizinmänner und -frauen“ ausgesprochen erfolgreich und geübt. Sie verfügten über alles Wissen, das nötig war, um ihrem Stamm das Überleben zu sichern (inklusive natürlicher Geburtenregelung). Einzig gegen eingeschleppte weiße Infektionskrankheiten war ihr Immunsystem zu wenig trainiert und ganze Völker wurden so dezimiert. Auf Alkohol reagieren indigene Menschen sehr empfindlich – auch das besiegelte ihr Schicksal. Insgesamt sind die Indianer Nordamerikas bis heute bemüht, ihre echten Zeremonien und Bräuche vor der Gier und dem Spott der Weißen zu schützen. Berühmt war seit jeher ihr Wissen über Pflanzenmedizin, das sie bisher nur in wenigen Fällen mit Weißen geteilt haben. 

Ein „indianisches“ Geschenk pflanzlicher Heilkraft

Wenn das eine oder andere „indianische“ Heilrezept in weiße Hände gelangte, so galt dies unter „First Nations“ eher als Verrat an der Gemeinschaft oder aber, es handelte sich um einen spontanen Akt des guten Willens. Einige Weise („Elders“) und Medizinkundige indianischer Abstammung sind heute allerdings der Ansicht, dass eine Zeit der Aussöhnung mit den Weißen beginnen muss. Durch einen solchen Glücksfall gelangte seinerzeit ein als „Essiac“ bekanntes Teerezept durch einen wohlmeinenden „Medizinmann“ in die Hände von Renée M. Caisse, einer kanadischen Krankenschwester, die damit vielen Krebskranken half. Die Rezeptur galt nur als Bruchteil eines „geheimen“, ursprünglich aus neun Kräutern und Wurzeln bestehenden Heiltrankes mit dem Namen „Utinam“, über den viel spekuliert wurde (interessant nebenbei, dass „utinam“ im Lateinischen meist gute Wünsche und Hoffnungen ausdrückt). Neben der Vier gilt die Zahl Neun den Indianern als heilig und „Utinam“ ist hier eine Umkehrung des Wortes „Manitu“, welches die Indianer nicht grundlos aussprechen. Sie umschreiben ihren „Heiligen Trank“, der originär von den Ojibwa- und Cree-Indianern Kanadas stammen soll, auch mit dem Ausdruck „Auf Adlers Flügeln schwingendes Lebenselixier“. Aus denselben Gründen wählte Renée Caisse respektvoll ihren umgekehrten Namen für den „Wundertee“, der in der Praxis auch mit nur vier Bestandteilen erstaunliche Heilwirkungen zeigen sollte.

Später wurde einem kanadischen Ehepaar von einer Medizinfrau der Midewiwin-Vereinigung (ein heiliges Medizinbündnis der kanadischen Ojibwa- und Cree-Indianer) ein neun Bestandteile umfassendes (später noch minimal korrigiertes) Kräuterrezept, genannt „Utinam“, treuhänderisch übergeben. Um es allgemein zugänglich zu machen, gründete man die „Indian Wisdom Foundation“ (IWF). Die rezeptgebenden Indianer sollten einen Anteil am Erlös erhalten – was leider nur mangelhaft funktionierte. Über eine Menge Streitigkeiten sei hier kein Wort mehr verloren – mir geht es einfach um die Würdigung eines großartigen Naturheilmittels. Der Tee ist als Verzehrprodukt (Lebensmittel) zugelassen und soll bewusst nicht auf eine Patentschiene gebracht werden. Der Preis wird moderat gehalten, sodass der Tee für jeden erschwinglich bleibt. Das Originalrezept befindet sich nun im Besitz des deutschen Zentralvertriebes „Indian Wisdom Foundation Europe“, womit das Produkt ist damit europaweit erhältlich ist und nun ausschließlich in der Schweiz produziert wird. Diverse Mittel sind als angebliche „Indianertees“ in Umlauf – man sollte hier alles selbst prüfen und sich letztlich auf Qualität verlassen. Die „9 Kräuter-Essenz“ entscheidet sich etwa von einem ähnlichen Produkt darin, dass sie zusätzlich einen Anteil Mistel, jedoch keine Rhabarberwurzel mehr enthält, die problematisch werden könnte (starker Durchfall). Sie wurde durch die breitenwirksame, vollkommen sichere Brennnessel ersetzt.

Das Tee-Rezept der Ojibwa wurde für Europa umbenannt in „9 Kräuter-Essenz“ (vormals Original Indian Essence). Es handelt sich um ein qualitätsgeprüftes Trockengemisch aus naturreinen Kräutern, Rinde, Wurzeln und Algen, das als konzentrierte Essenz zubereitet, jedoch nur verdünnt eingenommen wird. Die Rezeptur stellt – wie zuvor schon „Essiac“ – eine Ausnahme vom Grundsatz dar, dass man indianische Medizin besser nicht in weiße Hände geben sollte, wo meist nur noch das große Geschäft zählt. Die IWF Europe bemüht sich, das Vertrauen der Kunden zu rechtfertigen – preislich, und auch, indem man sinnlosen Streit vermeidet. Was nämlich geschieht, wenn ein solches Rezept erst in die Fänge der regulären Industrie gelangt, beschreibe ich in meinem Buch zum Thema anhand einer Formel, die zwar bei Krebs sehr wirksam sein soll, dann aber heftig diskreditiert und so verteuert wurde, dass sie aktuell nur noch „unter vorgehaltener Hand“ produziert wird (siehe unten CoD-Tee).  

Der Dalai Lama bei den Indianern?

Buddhismus und Indianer? Geht das zusammen? Allerdings – weit besser, als man denkt.
Auch ich fand es erstaunlich, als ich im Rahmen der Arbeit an meinem ersten Buch über Tibetische Medizin im Westen „Padma 28“ herausfand, dass S. H. der 14. Dalai Lama bereits 1979 die Hopi-Ältesten in den USA besuchte. Er reiste auch zu den Pueblo-Indianern und aus diesen Besuchen ergaben sich lange spirituelle Beziehungen und kultureller Austausch. Tibeter und „American Natives“ entdeckten viele geschichtliche Parallelen (Vertreibung, Fremdbestimmung) und sie sehen Gemeinsamkeiten in ihrer Symbolik (beide kennen etwa Sandmandalas), ihrer Achtung für die Natur und im Kunsthandwerk ihrer Kulturen. Beide kämpfen bis heute um den Erhalt von Sprache und Identität. Auch hohe tibetische Lamas pflegen Kontakte zu den indigenen Völkern Nordamerikas. Diese basieren auf einer alten Prophezeiung aus Tibet, welche schon vor Jahrhunderten eine Verbindung zwischen Tibetern und amerikanischen Ureinwohnern voraussagte. 

"Wenn der eiserne Vogel fliegt, werden die rotgekleideten Menschen des Ostens erscheinen, die ihr Land verloren haben, und die beiden Brüder aus dem großen Ozean werden wieder vereint sein“, soll umgekehrt eine Hopi-Prophezeiung lauten. Darum begrüßte deren Oberhaupt „Father David“ den Dalai Lama 1979 auch mit den Worten „Welcome home!“.

Fakt ist: Weder Tibeter, noch „Indianer“ wollen Klischees bedienen. Indigene Personen leben heute in Großstädten ebenso, wie in kargen Reservaten, die sie nicht ernähren. Alkohol und familiäre Gewalt sind ein verbreitetes Problem, doch ist ein Indianer deshalb nicht „arm“ (dies empfinden sie angesichts ihrer spirituellen Traditionen als Beleidigung). Einige US-Reservate wurden durch Spielcasinos steinreich und schlagen so die Weißen mit den eigenen Waffen – ihrer Spielsucht. Indianer sind ebenso Anwälte, Schauspieler oder betreiben Schigebiete (heilige Berge bleiben hier unberührt – worauf der Staat nicht achten würde). Und auch sie können kluge Geschäftemacher sein. Oft wird das Geld indes dafür verwendet, zuvor gestohlenes Indianerland zurückzukaufen.

Viele indigene Gemeinschaften sind heute dabei, ihre Kultur und ihre uralten Traditionen neu zu beleben – schotten sich zum Teil auch ab und distanzieren sich von esoterischem Firlefanz. Etwas Wichtiges könnte Europa daraus lernen, nämlich unsere eigenen Traditionen stärker zu würdigen und kein spirituelles „Shopping“ zu betreiben (auch der Dalai Lama drängt nie jemanden dazu, Buddhist zu werden). Dafür mehr Toleranz zu üben und den Frieden in sich selbst sowie all jenen zu bewahren, die „anders“ sind. Zudem alles Leben auf dieser Erde zu achten und zu schützen – als wichtigste Forderung eines „Gehens in Schönheit“. 

Oft werden die Begriffe Schamane und Medizinmann gleichgesetzt, wobei es scheint, als wüchsen in der Esoterik-Szene „Schamanen“ wie Pilze aus dem Boden. Indigene Realität ist eine andere, wie man u. a. in meinem Buch nachlesen kann. Der leider 2022 verstorbene, Ethnobotaniker und Experte für indigene Heilweisen, Christian Rätsch, sagte einmal dazu:

„Der Schamane opfert sein Leben den Menschen. Zudem darf man als Schamane oder Schamanin seine Leistungen nicht in Rechnung stellen und muss angstfrei und unkonditioniert leben. Dies sind Eigenschaften, welche ich bei keinem der selbsternannten Schamanen in unseren Breiten jemals auch nur annähernd beobachten konnte.“ (3) 

Wie schon zu den Produkten der Fa. Padma AG, stelle ich hier klar, dass ich nichts am Verkauf der im Text genannten „9 Kräuter-Essenz“ verdiene – ich bin Buchautorin und sehe mich nur als Multiplikatorin von Informationen einer natürlichen Heilkunde, die mir gut und wichtig erscheinen, und die ich auch selbst anwende. 

© Gabriele Feyerer, freie Autorin und Journalistin 


Literatur und mehr Information:

Gabriele Feyerer: Padma 28 – Tibetische Naturmedizin für Körper und Geist. Windpferd/ jetzt Bacopa Verlag, 9. Auflage, Schiedelberg 2018

Gabriele Feyerer: 9 Kräuter-Essenz. Pflanzenkraft aus dem Schatz indianischer Heilkunst. 
Jim Humble Verlag, Roermond 2016
Zitate im Text aus diesem Buch: (1): S. 42, (2): S. 33, (3): S. 60 

Alle Informationen zur „9 Kräuter-Essenz“:  www.indian-essence.de  
(IWF Europe – nicht mit anderen Abkürzungen im Netz verwechseln!)

CoD-Tee: https://www.cod-sk.com/de/produkte    


Sehr lesenswert zum Thema Heilung und Schamanismus:

Clemens Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension: Meine Reise zu Heilern und Schamanen. Goldmann TB, München 2008
(Hochinteressant die Kapitel über seine Begegnung mit dem Dalai Lama und den Besuch beim „Medizinmann“ Godfrey Chips! Es gibt auch den gleichnamigen Dokumentarfilm.)

Geseko von Lüpke: Schamanisches Wissen für eine neue Zeit. Gespräche mit Heilerinnen und Schamanen des 21. Jahrhunderts. Bassermann Verlag, München 2025
(Hier kommen echte Schamanen zu Wort.)

 

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