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März 2007

Hebammenausbildung in Akupunktur und Chinesischer Medizin

2. Ausbildung für Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin in 8 Modulen ab März 2007 entsprechend den Empfehlungen des Österreichischen Hebammengremiums für die Ausbildung von Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin. ÖHG, Februar 2005

1. Ausbildungsblock/Modul 1 + 2:
BASICS: Einführung, Rechtliche Grundlagen in Österreich, Theorie der TCM, Philosophie YIN/YANG, 8 Ba Gang, 5 Elemente, ZANG FU, Symptome+Syndrome, Untersuchungsmethoden Si Jian

2. Ausbildungsblock/Modul 3 + 4:
Modul 3 METHODEN: Akupunktur, JING LUO Meridiane, Moxa, Schröpfen, Tuina, Laser
Modul 4 PRAXIS: Wiederholung, Praxis Akupunktur, Punktlokalisation, Moxa, Schröpfen, Tuina, Laser

3. Ausbildungsblock/Modu 5 + 6:
Modul 5 INDIKATIONEN: Präpartal, Peripartal, Postpartal, Diätetik
Modul 6 PRAXIS: Wiederholung, Praxis u Anwendung spezifischer Punkte von präperi- u postpartalen Symptomen

4. Ausbildungsblock/Modul 7 + 8:
Modul 7 OHR: Geschichte, Anatomie, Punktlokalisation, Punktsuche, Reizmethoden, Praxis
Modul 8 PRAXIS: Wiederholung, OHR Praxis, Repetitorium

5. Ausbildungsblock/Modul 9:
Modul 9 PRÜFUNG: Theorie, Praxis

Empfehlungen des Österreichischen Hebammengremiums für die Ausbildung
von Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin

ÖHG, Februar 2005

Warum Empfehlungen des ÖHG?

Die Empfehlungen des ÖHG sollen Hebammen Kriterien und Entscheidungshilfen sein, die es ermöglichen die unterschiedlichen Ausbildungsangebote kritisch zu überprüfen und selbst auszuwählen.
Sie informieren auch über Rechtsgrundlagen und Übergangsregelungen.

Die Akupunktur als Methode kann nie isoliert betrachtet werden, sondern nur im Kontext der Chinesischen Medizin verstanden werden.

Es ist dem ÖHG ein Anliegen auf eine Weiterbildung seiner Mitglieder zu achten, damit durch eine fundierte Ausbildungsqualifikation und einem verantwortungsbewussten Einsatz der Methode durch Hebammen der notwendigen Qualitätsstandard garantiert wird.

Renate Großbichler-Ulrich
Präsidentin


Mindestvoraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung ist speziell für Hebammen konzipiert. Die Weiterbildung ist erst nach dem Abschluß der Hebammenakademie möglich. ÄrztInnen können an der Ausbildung teilnehmen.
Die Grundausbildung in Akupunktur und Chinesischer Medizin umfasst mindestens 80 Zeitstunden und eine Prüfung. Eine darüber hinaus vertiefende Ausbildung wird empfohlen.

Es gibt keine Trennung von Theorie- und Praxiskursen.

Der Anteil des praktischen Unterrichts sollte 30 Stunden nicht unterschreiten.

Die ersten praktischen Nadelübungen erfolgen erst nach der theoretischen Grundausbildung.

Die Unterrichtszeit sollte nicht länger als 8 Stunden pro Tag sein.

Im theoretischen Ausbildungsabschnitt sind überschaubare Gruppen von maximal 20 Teilnehmern empfehlenswert.

Lehrer sind Hebammen und ÄrztInnen mit einer qualifizierten Ausbildung in Akupunktur und Chinesischer Medizin von mind. 350 Stunden. Dabei muss die Erfahrung mindestens 5 Jahre betragen.

Dreiviertel der Ausbildungszeit unterrichten Lehrer mit einer mind. 3 jährigen Erfahrung in der Anwendung von Akupunktur und Chinesischer Medizin in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Sie verfügen über gute Kenntnisse, was Hebammenarbeit beinhaltet und wann Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin tätig werden können.

Nach Beendigung der Grundausbildung empfiehlt sich eine kontinuierliche Fortbildung.

Im Zeitabschnitt von 2 Jahren beträgt diese 16 Stunden.



Ausbildungsinhalte

1. Theorie der Chinesischen Medizin

2. Yin und Yang

3. Die fünf Wandlungsphasen (Wu Xing)

4. Diagnostik in der Chinesischen Medizin

5. Physiologie und Pathologie der Substanzen (Ursprung, Funktion, Pathologie)

6. Ausgewählte Funktionskreissyndrome (Zang-Fu-Syndr.)

7. Das Leitbahn-System (Jing Luo)

8. Spezifische Punkte

9. Praktische Lokalisationspunkte der ausgewählten Akupunkturpunkte

10. Die Praxis der Akupunktur und Moxibustion

11. Grundlagen begleitender therapeutischer Grundlagen

12. Prophylaktische Möglichkeiten der Chinesischen Medizin

13. Forensische Gesichtspunkte mit der Behandlung in Akupunktur und Chinesischer Medizin

14. Indikationsliste aus dem Tätigkeitsbereich der Hebamme zur Anwendung von Akupunktur und Chinesischer Medizin

15. Prüfung

Übergangsregelungen

Begonnene Ausbildungen werden mit zunächst 40 Stunden zu Ende geführt.

Ab 1.1.2005 werden Grundausbildungen mit 80 Stunden anerkannt

Für abgeschlossene 40-Stunden-Ausbildungen ist eine Nachschulung mit 40 Stunden innerhalb von 3 Jahren sinnvoll.



Rechtsgrundlagen

Wird Akupunktur und Chinesische Medizin durch Hebammen ausgeübt, sollten im Hinblick auf mögliche rechtliche Konsequenzen folgende Punkte beachtet werden:

Jede Hebamme ist für die Einhaltung einer qualifizierten Ausbildung in Akupunktur und Chinesischer Medizin verantwortlich.

Da das ÖHG die Einhaltung der Empfehlungen bei den verschiedenen Anbietern nicht überprüfen kann, ist jede Hebamme selbst verpflichtet Ausbildungsinhalte der verschiedenen Schulen mit den Empfehlungen des ÖHG zu vergleichen.

Bei haftungsrechtlichen Konsequenzen obliegt der Hebamme die Beweispflicht, sich fundiert praktisch und theoretisch ausgebildet zu haben. Dazu gehört auch der Nachweis, über eine regelmäßige Weiterqualifikation nach den Empfehlungen, sowie die ständige praktische Anwendung von Akupunktur und Chinesischer Medizin.

Die Abgrenzung der Hebammentätigkeit zum Aufgabenbereich des Arztes ergibt sich aus der Verpflichtung der Hebamme, bei Regelwidrigkeiten einen Arzt/Ärztin beizuziehen. (Hebammengesetz 2 und 4).

Die angestellte Hebamme ist gegenüber dem Vorgesetzen in fachlicher Hinsicht weisungsgebunden. Sie kann pathologische Verlaufsformen im Sinne des Delegationsverfahrens behandeln, wenn sie über eine hinreichende Ausbildung zur Übernahme der auf sie delegierten Tätigkeit verfügt.

Freiberuflich tätige Hebammen können Akupunktur und Chinesische Medizin nur im Rahmen von Hilfeleistung bei
Schwangerschaftsbeschwerden behandeln.

Akupunktur und Chjnesische Medizin sollte während der Grundausbildung nur zu Übungszwecken im Rahmen der Ausbildung bei darüber informierten Frauen angewendet werden.

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Aus den Bacopa Seminar AGBs:
.....Die Teilnahme an Seminaren und Fortbildungen ist freiwillig und erfolgt auf eigene Gefahr. Jede/r Teilnehmer/in kommt für verursachte Schäden selbst auf und stellt den Veranstalter und Seminar/Fortbildungsleiter von allen Haftansprüchen frei.
Die angebotene Fortbildung ersetzt weder eine medizinische oder fachtherapeutische Behandlung noch ein Studium der allgemeinen Medizin.
Wir verweisen ausdrücklich auch auf die gültige Gesetzeslage in Österreich, nach der die Ausübung von Kursinhalten - die sich mit der Heilbehandlung an Kranken und der Diagnoseerstellung im Sinne des Ärztegesetzes beschäftigen - ausschließlich Ärtzten/innen vorbehalten ist.
Die Fortbildungen über solche Fachbereiche stehen Nichtärzten ausschließlich aus persönlichem Interesse zur Erweiterung ihres persönlichen Horizonts offen und dürfen nur im Rahmen ihrer Ausbildungen und Gewerbeberechtigungen angewandt werden.

Wann? 1. Ausbildungsblock/Modul: 15. und 16. März 2007
2. Ausbildungsblock/Modul: 23. und 24. Mai 2007
3. Ausbildungsblock/Modul: 20. und 21. September 2007
4. Ausbildungsblock/Modul: 22. und 23. November 2007
5. Ausbildungsblock/Prüfung: 22. Februar 2008

Die Kurszeiten sind immer:
Donnerstag : 9.00 Ð 13.00 und 14.30 bis 18.30
Freitag : 9.00 Ð 13.00 und 14.30 bis 18.00

Pro Wochenende sind das 20,66 UE. Gesamtausbildung: 82,64 UE

Wo? BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, 4521 Schiedlberg/OÖ

Beitrag: Kosten der Gesamtausbildung:
1.300.- Euro inkl 20% Mwst ( pro Kurs 325.- inkl. 20% Mwst ) inkl. Skripten, Prüfung und Kaffeepausen

Anmeldungen ab sofort bei: BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Nutzen Sie unser Anmeldeformular. Für alle Lehrveranstaltungen gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-LVA).

Fax: 07251-22235-16 oder per E-Mail unter: bildungszentrum@bacopa.at


Seminarleitung:

Sellner Christoph

Dr. med. Sellner Christoph
Ich absolvierte mein Studium der Medizin an der Universität Wien. Parallel zur Turnusausbildung begann ich die Ausbildung in der Chinesischen Medizin mit den Teilgebieten der Akupunktur und der Tuina Therapie.

In weiterer Folge und durch die Faszination beflügelt war ich 2 Jahre als Vortragender in einer Akupunkturgesellschaft tätig. Während dieser Zeit konnte ich auch Auslandshospitationen leiten. Im Jahr 2000 begann ich meine Ausbildung zum Frauenarzt und parallel dazu konnte ich täglich, aufgrund der immer größer gewordenen Nachfrage der werdenden Mütter, meine Kenntnisse der komplementären Therapien im speziellen der Akupunktur sowohl in der Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung und Wochenbett, zum Einsatz bringen.

Nach und nach stieg aber auch das Interesse der Hebammen an der TCM, sodass ich 2004 zum 1. mal für das EKIZ Graz einen Hebammenakupunkturkurs veranstalten durfte.
In weiterer Folge erarbeitete ich Empfehlungen für die Ausbildung von Hebammen in Akupunktur und Chinesischer Medizin, angelehnt an die Deutsche Ausbildungsordnung, die es den TeilnehmerInnen nach einjähriger Ausbildung und praktischer und schriftlicher Prüfung ermöglicht, eigenverantwortlich Therapieformen der TCM im Rahmen der Betreuung von Schwangeren anzuwenden. Diese Ausbildung ist jedoch genauso für ÄrztInnen geeignet, die geburtshilflich tätig sind, aber keine gesamte Akupunkturausbildung absolvieren wollen.

Die Anwendung bewährter Therapien der Traditionellen Chinesischen Medizin gehört in den nächsten Jahren zum Standard jeder geburtshilflichen Einrichtung bzw zum Arbeitsfeld der Hebammen und GynäkologInnen und das nicht zuletzt wegen der immer größer werdenden Nachfrage aller werdenden Mütter.

Es ist mir ein großes Anliegen diesem allgemeinen Wunsch und Trend auf beiden Seiten, also von werdenden Müttern und von Therapeuten, gerecht zu werden.

Herr Sellner unterrichtet seit 2006 im Bacopa Bildungszentrum.