« zurück « | Sie befinden sich hier: Bildungszentrum >> Seminare >> Seminarkalender

Jänner 2022

Schamanismus mit Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling

Ahnen, Ungeborene und Totenseelen aus schamanischer Sicht

Du hast ein ungeborenes Kind verloren. Doch es wurde nie bestattet erkennen Schamaninnen und Schamanen intuitiv und messerscharf als Schatten in der Seele von Müttern. Mit dringlichen Empfehlungen, die Ungeborenen beim Namen zu nennen, sie mit Opfergaben von Milch zu ehren und den Göttern und Göttinnen anzuvertrauen. Schlichte Rituale, die Mütter und Totgeborene von Fesseln aus Leid, Kummer und Trauer befreien. Schamanen sind Experten für psychische Leiden und Seelenqualen. Sie kennen sich bestens in unsichtbaren Welten aus, kommunizieren geschickt mit Totenseelen, verbünden sich mit Ahnengeistern und wissen ihre Kraft und Weisheit zu nutzen.

Was sind Ahnengeister? Werden Ahnen im Schamanismus gefürchtet, gemieden oder verehrt? Sind Totenseelen hilfreich oder eher schädlich und gefährlich? Inwiefern gefährden sie Lebende? Suchen sie Verwandte heim und spuken im Haus ihrer Familie? Haben abgetriebene Föten und Totgeburten eine Seele? Wie beurteilen Schamaninnen und Schamanen Selbstmörder und Opfer von Gewaltverbrechen? Das Seminar bietet Antworten auf solche Fragen, die uns umtreiben und verstören. Die beiden Ethnologen und Autoren schildern den intimen Umgang mit Wesen jenseitiger Totenreiche in schamanischen Kulturen. Sie bringen uns unsichtbare Dimensionen nahe und wecken verschüttete Erinnerungen. Unterhaltsam, verständlich und sinnlich; auch mit Räucherdüften und Klängen, die intuitive Wege zu eigenen Ahnen erschließen.

Stichworte zum Inhalt:
- Versöhnung mit unseren Ahnen
- Ahnen: verherrlicht, verhasst, verdrängt
- Verlust, Trauer + Trauma
- Abtreibung + Totgeburten
- Sind Totenseelen hilfreich oder gefährlich?
- Seelen ungeborener Kinder
- Opfergaben an ungeborene Kinder
- Entlastung von Seelenqualen
- Rituale, die uns schützen + versöhnen
- Antworten auf belastende Fragen

Das Seminar wird gemeinsam von Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling abgehalten.

Max. Teilnehmerzahl: 40 Personen

Das BACOPA BILDUNGSZENTRUM ist eine seit 2003- vom Land OÖ, dem Cert NÖ, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Land Kärnten und Salzburg - zertifizierte Erwachsenenfortbildungseinrichtung und ermöglicht so den Teilnehmenden individuelle finanzielle Förderungen. Informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Stellen.

Wann? Samstag, 22. und Sonntag, 23. Jänner 2022
Seminarzeiten: 9.00 -13.00, 14.30 -18.30
9.00 -13.00, 14.30 - ca. 15.30

Wo? BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, 4521 Schiedlberg/OÖ

Beitrag: 290,- Euro inkl. 20% Mwst

Anmeldungen ab sofort bei: BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Nutzen Sie unser Anmeldeformular. Für alle Lehrveranstaltungen gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-LVA).

Fax: 07251-22235-16 oder per E-Mail unter: bildungszentrum@bacopa.at


Seminarleitung:

Rätsch Christian, Müller-Ebeling Claudia

Dr. phil. Christian Rätsch,
geb. 1957, studierte in Hamburg Altamerikanistik, Ethnologie und Volkskunde und promovierte - finanziert vom DAAD (Deutscher Akademischer Auslandsdienst) - zum Erlernen von Zaubersprüchen bei den Lakandonen. Er erlernte die Mayasprache der in Chiapas, Mexiko, lebenden Lakandonenindianer, bei denen er insgesamt drei Jahre lebte.

Seit zwanzig Jahren erforscht Rätsch in aller Welt schamanische Kulturen und deren ethnopharmakologischen, ethnomedizinischen und rituellen Gebrauch von Pflanzen.

Während seiner Anstellung beim Hamburger Mineralienzentrum maßgeblich beteiligt bei der Einrichtung eines Museums für Ammoniten in Japan. Ausrichtung diverser Ausstellungen zum kulturellen Gebrauch von Muscheln, Schnecken und Fossilien in Deutschland.
Ex-Beiratsmitglied des Europäischen Collegiums für Bewußtseinsstudien (ECBS); Ex-Präsident der Arbeitsgemeinschaft für Ethnomedizin (ARGEM). Befristete Tätigkeit als Lehrbeauftragter der Universität Bremen.

International gefragter Referent. Wissenschaftlicher Leiter von Expeditionen zur Erforschung indigener Heiltraditionen (u. a. von GEO und Bild der Wissenschaften) und Experte staatlicher Institutionen zur Drogenberatung. Herausgeber des Jahrbuches der Ethnomedizin.

Autor unzähliger in viele Sprachen übersetzter Bücher. Darunter: Indianische Heilkräuter, Heilkräuter der Antike, Pflanzen der Liebe, zwei Bände zur Schamanenpflanze Tabak, sowie des in acht Auflagen erschienenen und jüngst ins Englische übersetzten Standardwerkes Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen.

Ko-Autor von Hexenmedizin, Schamanismus und Tantra in Nepal und Lexikon der Liebesmittel.

Lebt als freischaffender Ethnopharmakologe, Referent und Autor in Hamburg.
Kontakt: www.christian-raetsch.de

Herr Rätsch unterrichtet seit 2009 im BACOPA Bildungszentrum



Dr. phil. Claudia Müller-Ebeling (Jahrgang 1956)
studierte Kunstgeschichte, Ethnologie, Indologie und Literaturwissenschaft in Freiburg, Hamburg, Paris und Florenz. Promovierte in Kunstgeschichte über visionäre Malerei im 19. Jahrhundert am Beispiel des französischen symbolistischen Malers Odilon Redon.

Studienreisen zur Erforschung des Heilpflanzenwissens und Gebrauchs auf Guadeloupe (Karibik) und auf den Seychellen. Langjährige Erforschung des Schamanismus in Nepal mit vergleichenden Studien in Korea, im Amazonasgebiet von Peru und in Kolumbien.

Tätigkeiten:
Kunsthistorikerin beim Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zur Bestandsaufnahme des Jugendstilkatalogs.
Pressereferentin bei Greenpeace Hamburg.
Kulturreferentin der Wohnungsgenossenschaft Gartenstadt Hamburg eG mit Recherchen zur oral history beauftragt, die in zwei Buch-Publikationen und einem Film über Berne Damals resultierten.
Chefredakteurin von DAO, einem (inzwischen eingestellten) Magazin für fernöstliche Lebenskünste.
Freiberuflich tätig für die Hamburger Kunsthalle. Lektorate und Übersetzungen aus dem Englischen für diverse Verlage (u. a. Diederichs und AT).
Lehrtätigkeiten als Ethnologin beim gemeinnützigen Verein Ethnomed und im Hamburger Institut für Völkerkunde.
Beiratsmitglied Europäisches Collegium für Bewußtseinsstudien (ECBS/ ECSC)
Gründungsmitglied (mit Hans van den Hurk und Arno Adelaars) der Kongressorganisation Psychoactivity mit Sitz in Amsterdam.
Referentin von Kongressen in Deutschland, in der Schweiz, in den USA, in Mexiko, Frankreich und Australien.

Autorin diverser Artikel und Bücher zu kulturhistorischen, fernöstlichen und ethnologischen Themen (siehe Veröffentlichungen).

Lebt als freischaffende Wissenschaftlerin, Referentin (im In- und Ausland), Autorin und Übersetzerin in Hamburg.
Kontakt: www.claudia-mueller-ebeling.de

Frau Müller-Ebeling unterrichtet seit 2009 im BACOPA Bildungszentrum