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September 2021

TCM-Fachseminare

Zungendiagnose in der Chinesischen Medizin

Dieser Kurs richtet sich an all jene, die ihr Wissen in der chinesischen Zungendiagnostik vertiefen wollen. Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist ein Verständnis über die Grundlagen der TCM-Physiologie und -Pathologie.
Ein Schwerpunkt wird auf die praktische Durchführung der Zungendiagnostik durch die Kursteilnehmer gelegt.

DER INHALT DES KURSES

1. NORMALE ZUNGE

Die Zunge sollte Shen haben. Dies zeigt sich in:

1. Zart rosa Zungenkörper
2. Einem verwurzelten Belag
3. Guter Beweglichkeit der Zunge
4. Form ist symmetrisch

2. VORGEHEN BEI DER DIAGNOSE

Position: Der Patient sollte die Zunge kurz und ohne Kraft herausstrecken. Bei einem längeren Herausstrecken verfärbt sich die Zunge bläulich, dies sollte nicht als Stagnation missgedeutet werden.
Licht: Tageslicht sollte bevorzugt werden. Falls dies nicht möglich ist, möglichst immer die gleiche Beleuchtungsquelle verwenden!
Tageszeit: Es wird empfohlen, am Morgen die Zunge zu betrachten.
Cave: Nahrungsmittel und Getränke verfärben die Zunge.

3. BEREICHE DER ZUNGENDIAGNOSTIK

Zungenkörper Shi Zhi
Dieser gibt Auskunft über das Zheng Qi

Zungenbelag Shi Tai
Dieser gibt Auskunft über das Xie Qi (PE = Pathogener Erreger)

Es werden jeweils die Form und Farbe beurteilt.
Der Zungenbelag unterliegt sehr raschen Veränderungen, während sich der Zungenkörper langsam verändert.
So lautet ein Sprichwort der chinesischen Medizin:
Der Zungenkörper zeigt, was du hast, und der Belag der Zunge gibt Hinweise darauf, was du bekommen wirst.

4. BEURTEILUNGEN

4.1 ZUNGENFARBE

Diese gibt Hinweise über Hitze (Re) und Kälte (Han) und über die Eindringtiefe der Erkrankung.
Die Zungenfarbe lässt auf Veränderungen des Qi, Blutes (Xue), Yin und Yang schließen.

4.2 FORM DES ZUNGENKÖRPERS

Allgemein gilt, dass eine große Zunge auf eine kräftige Konstitution hinweist, während eine zarte Zunge auf eine eher schwache Konstitution schließen lässt

Die Zungenform gibt Hinweise über die Säfte (Jin Ye).
Ein Zuviel an Säften, auch durch Stagnationen hervorgerufen, führt zu einer Schwellung im dazugehörenden Bereich; bei einem Mangel bilden sich Risse und die Zunge zieht sich zusammen.

Je breiter die Zunge ist, desto mehr Feuchtigkeit besteht.
Je dicker die Zunge ist, desto mehr Schleim-Stagnation (Tan) weist der Patient auf.
Zahnabdrücke sind ein Hinweis für einen Milz-Yang-Mangel
Rote Papillen deuten auf Hitze, toxische Hitze (Re Du) oder einen PE hin.

4.3 ZUNGENBEWEGLICHKEIT

4.4 BESCHAFFENHEIT DES BELAGES

4.5 FARBE DES ZUNGENBELAGES

4.6 VENEN AM ZUNGENGRUND

5. MERKMALE DER ZUNGE BEI VERSCHIEDENEN TCM-KRANKHEITSBILDERN

5.1 QI-MANGEL
5.2 YANG-MANGEL
5.3 BLUT-MANGEL
5.4 YIN-MANGEL
5.5 FÜLLE

Das BACOPA BILDUNGSZENTRUM ist eine seit 2003- vom Land OÖ, dem Cert NÖ, dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, dem Land Kärnten und Salzburg - zertifizierte Erwachsenenfortbildungseinrichtung und ermöglicht so den Teilnehmenden individuelle finanzielle Förderungen. Informieren Sie sich bitte bei den jeweiligen Stellen.

Wann? Samstag, 11. und Sonntag, 12. September 2021
Kurszeiten:
Samstag 9.00 bis 13.00 und 14.30 bis 17.00
Sonntag 9.00 bis 13.00

Wo? BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, 4521 Schiedlberg/OÖ

Beitrag: 200,- Euro inkl. 20% Mwst

Anmeldungen ab sofort bei: BACOPA Bildungszentrum, Waidern 42, A-4521 Schiedlberg, Österreich.
Beschränkte Teilnehmerzahl. Nutzen Sie unser Anmeldeformular. Für alle Lehrveranstaltungen gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB-LVA).

Fax: 07251-22235-16 oder per E-Mail unter: bildungszentrum@bacopa.at


Seminarleitung:

Ploberger Florian

Dr. med. Florian Ploberger B. Ac., MA
Geboren im Wasser-Büffel-Yin-Jahr 1973.

Schwerpunkte:
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Tibetische Medizin

Ausbildungen:
Medizinstudium und Turnus in Wien, Akupunkturausbildung bei der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur und Aurikulotherapie 1996; dreijährige TCM-Ausbildung bei Claude Diolosa bis 1998; Bachelor in Akupunktur der K.S. Universität in den USA 1999; vier Semester Studium der Sinologie sowie 45 teilweise mehrmonatige Studien- und Forschungsaufenthalte in China (TCM-Universität in Peking, TCM-Universität in Chengdu), Indien (LTWA Library of Tibetan Works & Archives, Men-Tsee-Khang (Institut für Tibetische Medizin und Astrologie unter der Schirmherrschaft des XIV. Dalai Lama in Dharamsala, Nordindien)) und Nepal. 2012 Master der Tibetologie an der Universität Wien.

Wahlarzt in Wien und Baden.

Publikationen:
Internationale Lehrtätigkeit und zahlreiche Publikationen in den Themenbereichen TCM (z.B. das bereits in 9. Auflage erschienene Buch Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (auch in englischer Sprache unter Western Herbs from the Traditional Chinese Medicine Perspective erhältlich) und Tibetische Medizin. Zahlreiche Artikel in deutschen sowie englischsprachigen Fachzeitschriften, peer reviewer für die wissenschaftliche Fachzeitschrift Asian Medicine (ASME). 2018 wurde er zum Mitglied der Redaktion des International Journal of Chinese Medicine ernannt.

Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Bacopa-Bildungszentrums in Oberösterreich sowie Präsident der ÖAGTCM (Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin). Gründungsmitglied der ÖÄGTM (Österreichischen Ärztlichen Gesellschaft der Tibetischen Medizin). Mitglied von SKI (Sorig Khang International) und IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine) sowie Executive Committee Member der WFCMS (World Federation of Chinese Medicine Societies).
2016 wurde er zu einem der Direktoren der Alliance of Research and Development of Traditional Medicine, Complementary Medicine and Integrative Medicine der Fudan University in Shanghai ernannt.

Vorträge bzw. Lehrtätigkeiten:
2008 wurde er vom Men-Tsee-Khang eingeladen, dort Vorträge zu halten.
Seit 2007 Lehrtätigkeit als Univ. Lektor am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde (ISTB) der Universität Wien über diverse Themen der Tibetischen Medizin. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte er bedeutende tibetische Ärzte wie beispielsweise Dr. Dawa, Dr. Namgyal Qusar, Dr. Tsultrim Kalsang, Dr. Teinlay P. Trogawa, Dr. Wangdue sowie die Astrologin Dr. Tsering Choezom zu Gastvorträgen an die Universität einladen.
Im Sommer-Semester 2010 ein Semester lang Lehrtätigkeit am Institute of South and Central Asia der Prager St. Charles University, 2011 ein Gastvortrag am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien / Bereich Sinologie, seit 2012 jährlich ein Gastvortrag an der Medizinischen Universität Wien im Rahmen der Ringvorlesung Komplementärmedizin, 2014 vier Vorträge über Westliche Kräuter aus Sicht der TCM auf Einladung der Österreichischen Apothekerkammer sowie ein Vortrag am Institut der Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). 2017 ein Gastvortrag am Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig. 2018 begann sein Lehrauftrag am FH Campus Wien (Masterlehrgang Ganzheitliche Therapie und Salutogenese (Gesunderhaltung) über Tibetische Medizin.

Darüber hinaus Vortragstätigkeit bei diversen internationalen Kongressen, beispielsweise 2012 am 12. ICOM-Kongress in Seoul/Südkorea, 2014 am 3rd International Congress on Traditional Tibetan Medicine in Kathmandu/Nepal sowie Vorsitzender der Sitzung Akupunktur beim Menopausekongress in Wien (Veranstalter: Universitätsklinik für Frauenheilkunde), 2015 am International Workshop on Tibetan medical formulas an der University of Westminster in London / British Academy, am Establishing Meeting for the Tibetan Medicine Committee of the World Federation of Chinese Medicine Societies & First Annual Conference on Tibetan Medicine in Xining, China, sowie bei der 4th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Yunnan, China. 2016 am 14th Seminar of the International Association for Tibetan Studies in Bergen, Norwegen, sowie bei der 5th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Xingyi, China.
2017 am 5th International Congress on Sowa Rigpa in Kathmandu, am 9th International Congress on Traditional Asian Medicines (ICTAM IX) in Kiel, sowie bei der 6th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Nanning, China. In Nanning wurde er zu einem der Direktoren des akademischen Beirates ernannt.
2018 am 5th International Seminar of Young Tibetologists (ISYT) an der Universität St. Petersburg, Russland.

rgyud-bzhi Übersetzung:
2009 wurde er offiziell von Dr. Dawa, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, in Absprache mit dem Health Department der Exilregierung der Tibeter mit der Übersetzung der ersten beiden Teile des bedeutendsten Werkes der Tibetischen Medizin (rgyud-bzhi) beauftragt. Dieser nun unter dem deutschen Titel Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen erschienene Text dient seit dem 12. Jahrhundert als Grundlagentext in der Ausbildung der tibetischen Mediziner und wird noch heutzutage auswendig gelernt.
2011 wurde er von Dr. Tamdin, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, mit der Übersetzung des letzten Teiles der rgyud-bzhi beauftragt (erschienen 2015 unter dem Titel Das letzte Tantra aus die vier Tantra der Tibetischen Medizin).
2017 erfolgte von Direktor Tashi Tsering Phuri der Auftrag, einen weiteren Abschnitt (die ersten 27 Kapitel des dritten Teiles) zu übersetzen.

Preisträger des lebensweise-Preises 2013 in der Kategorie Wissenschaft & Medizin.

Weitere Informationen finden Sie unter www.florianploberger.com

Herr Dr. Ploberger unterrichtet seit 2000 im BACOPA Bildungszentrum.

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