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Das letzte Tantra aus Die vier Tantra der Tibetischen Medizin


Abbildung in Arbeit
Titel:Das letzte Tantra aus Die vier Tantra der Tibetischen Medizin
Autor:Ploberger Florian (Hrsg)
Preis:Euro 49.00
Bestellnummer:35133

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Aus dem Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Herausgebers der deutschen Ausgabe
Einleitung von Dr. Stephan Kloos (deutsch)
Introduction by Dr. Stephan Kloos (englisch)
Vorwort von Kalon Tripa (in tibetischer Sprache)
Anmerkung des Herausgebers der englischen Ausgabe

Vorwort
Das Letzte Tantra
Kapitel 1: Pulsuntersuchung
Kapitel 2: Urinuntersuchung
Kapitel 3: Dekokte
Kapitel 4: Medizinische Pulver
Kapitel 5: Pillen
Kapitel 6: Medizinische Pasten
Kapitel 7: Medizinische Butter
Kapitel 8: Medizinische Asche
Kapitel 9: Konzentrierte Dekokte
Kapitel 10: Medizinisches chang
Kapitel 11: Juwelenarzneien
Kapitel 12: Kräutermischungen
Kapitel 13: Öltherapie
Kapitel 14: Purgation
Kapitel 15: Brechmittel
Kapitel 16: Nasenmittel
Kapitel 17: Milde Zäpfchen
Kapitel 18: Einlauf
Kapitel 19: Gefäßreinigende Techniken
Kapitel 20: Aderlass
Kapitel 21: Moxibustion
Kapitel 22: Kompressen
Kapitel 23: Medizinische Bäder
Kapitel 24: Therapeutische Massagen
Kapitel 25: Milde chirurgische Eingriffe
Kapitel 26: Zusammenfassung der Vier Tantras
Kapitel 27: Übertragung der Verantwortung für die Vier Tantras

Eine Übersetzung des Buches: The Subsequent Tantra from the Four Tantras of Tibetan Medicine basierend auf der Men-Tsee-Khang Publikation (2011)
Editiert und (mit dem tibetischen Orginaltext) überarbeitet von
Florian Ploberger
Übersetzung: Mag. Ursula Derx; Dr. med. univ. Florian Ploberger B. Ac., BA
412 Seiten, Abb., mit Lesebändchen, geb.

Vorwort des Herausgebers
Liebe Leser/Innen,
Um die Werte der tibetischen Medizin einem breiten Publikum zugänglich zu machen, hat das Men-Tsee-Khang (das Institut für tibetische Medizin und Astrologie unter der Schirmherrschaft des XIV. Dalai Lama in Dharamsala, Nordindien) verschiedene Initiativen ergriffen. So entstand in den letzten Jahren die Übersetzung der ersten beiden (von insgesamt vier) Tantras der sogenannten rgyud bzhi in englischer Sprache. Der Titel dieses im July 2008 erschienenen Werkes lautet The Basic Tantra and The Explanatory Tantra from the Secret Quintessential Instructions on the Eight Branches of the Ambrosia Essence Tantra und wurde von mir nach Überarbeitung mit dem tibetischen Orginaltext in deutscher Sprache mit dem Titel Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen der tibetischen Medizin publiziert.

Nachdem vom Men-Tsee-Khang im März 2011 anlässlich einer Konferenz, die das fünfzigjährige Bestehen dieses Institut im indischen Exil feiern sollte, in Anwesenheit Seiner Heiligkeit des XIV. Dalai Lama neben der zweiten, leicht überarbeiteten Auflage des oben angeführten Buches (jedoch mit einem abgeänderten Titel: The Basic Tantra and The Explanatory Tantra of Tibetan Medicine eine englische Übersetzung des Letzten Tantras mit dem Titel The Subsequent Tantra From the Four Tantras of Tibetan Medicine präsentiert wurde, bin von Dr. Tsewang Tamdin, dem Direktor des Men-Tsee-Khang in den Jahren 2010 bis 2012 mit der Übersetzung dieses so interessanten Abschnittes der rgyud bzhi beauftragt worden.

Die rgyud bzhi sind sicherlich der bedeutendste Text der tibetischen Medizin. Sie dienen seit dem 12. Jahrhundert als Grundlagentext in der Ausbildung der tibetischen Ärzte und werden noch heutzutage von angehenden Medizinern teilweise auswendig gelernt.
Im Letzten Tantra sind die ersten beiden Kapitel den Themen Puls- bzw. Urindiagnostik gewidmet, gefolgt von Beschreibungen diverser therapeutischer Methoden etc.

Dementsprechend hat es mich mit großer Freude erfüllt, dieses Werk übersetzen, überarbeiten und in deutscher Sprache herausgeben zu dürfen.
Mit großer Dankbarkeit, aber auch viel Hochachtung, habe ich diesen Vorschlag angenommen!

Um sowohl der bereits geleisteten Übersetzungsarbeit des Translation Department des Men-Tsee-Khang den gebührenden Respekt zu erweisen, als auch dem tibetischen Quellentext möglichst nahe zu kommen, wurde wie bei den ersten beiden Tantras die folgende Herangehensweise gewählt: Zu Beginn hat Frau Mag. Ursula Derx die englische Version, die 2011 vom Men-Tsee-Khang herausgegeben wurde, in die deutsche Sprache übersetzt. Dieser Text wurde daraufhin von mir mit Hilfe des tibetischen Orginaltextes sowie diverser rgyud bzhi-Kommentare in intensiver Weise überarbeitet. Ich habe versucht, dem Orginaltext möglichst zu entsprechen, und dennoch für die Leser des nun vorliegenden Textes nicht nur eine gute Lesbarkeit, sondern auch ein gutes Verständnis zu ermöglichen. Dabei war es von entscheidender Bedeutung, mit den tibetischen Primärquellen zu arbeiten, um eine gute Übersetzungsarbeit für dieses so wichtige Werk leisten zu können.
Hauptsächlich wurden dabei drei der noch heute benutzen rgyud bzhi -Kommentare als Informationsquelle benutzt: (1) der Blaue Beryl von dem Regenten des V. Dalai Lama, bedeutenden Politker, Historiker und Medizinschriftsteller Desi Sangye Gyatso (1653-1705), (2) der rgyud bzhi -Kommentar des tibetischen Arztes der Zurkhar-Tradition, Kyempa Tsewang (15. Jh.), verfasst im Jahr 1479, und (3) der bedeutendste rgyud bzhi-Kommentar des vergangenen Jahrhundertes, die Mündliche Unterweisungen der Weisen von Khenpo Troru Tsenam (1928-2004).

In dem englischen Werk des Men-Tsee-Khang befindet sich ein ausführliches Vorwort von Prof. Samdhong Rinpoche, dem Kalon Tripa der Exilregierung in den Jahren 2001 bis 2011. Dieses wurde von dem umfassend gebildeten, engen Vertrauten des Dalai Lama in tibetischer Sprache verfasst und für die englischsprachige Leserschaft nicht übersetzt. Folgende Begründung wurde mir gegeben: eine Übersetzung würde niemals die Schönheit seiner Wortwahl und die Tiefgründigkeit seiner Ausführungen wiedergeben könnte. Ich bin vom rgyud bzhi-Translation Department des Men-Tsee-Khang gebeten worden, in selber Weise für das nun vorliegende Buch in deutscher Sprache vorzugehen.

Die übersetzten Fußnoten der englischen Version befinden sich jeweils im unteren Bereich der entsprechenden Seite. Zudem habe ich zahlreiche Anmerkungen, die sowohl dem besseren Verständnis des Materials dienen, als auch zusätzliche Informationen geben, jeweils am Ende der Kapitel aufgeführt.
Um Wiederholungen zu vermeiden, sei für Begriffe, die bereits im Buch Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen der tibetischen Medizin erklärt wurden, auf dieses Werk verwiesen.

Nach Absprache mit dem Men-Tsee-Khang habe ich mir erlaubt, sämtliche im hinteren Teil des Buches befindlichen Stichwortregister, Literaturverzeichnise etc. komplett zu überarbeiten.

Wie bei den ersten beiden Tantras habe ich versucht, bei der Übersetzung tibetischer Krankheitsbezeichnungen auf Begriffe der westlichen Biomedizin zu verzichten. Stattdessen wurden diese Bezeichnungen wörtlich bzw. erklärend übersetzt. Tibetische Krankheiten werden mit entsprechenden Ursachen, Diagnosemethoden inklusive des Urin- und Pulsbefundes, Symptomen, oft sogar diversen Untergruppen, etc. präzise beschrieben. Nur weil es in Teilbereichen Übereinstimmungen mit schulmedizinischen Krankheitsbildern gibt, bedeutet das ja nicht, dass sie identisch sind. Auf naheliegende, aber nicht vollständig korrekte Begriffe zurüchzugreifen, würde eine starke Simplifizierung bedeuten, und auch, dass man beiden System nicht gerecht werden würde.

Anregungen, Kritik, Korrekturen, etc. sind erbeten und durchaus erwünscht!

Um ein besseres Verständnis zu gewährleisten und weitere Forschungsarbeit zu erleichtern, wurde bei vielen Begriffen - anders als in der englischen Ausgabe - eine Transliteration der tibetischen Worte angeführt.
Hierbei wurde das von Turrell Wylie entwickelte System verwendet (Wylie 1959: 261-276). Dieses System ermöglicht ein leichtes Auffinden der tibetischen Begriffe in den diversen (auch digitalen) Wörterbüchern.
In der englischen Version des Men-Tsee-Khang sind anstelle der Transliterationen phonetische Umschreibungen tibetischer Begriffe zu finden, die für eine englischsprachige Leserschaft erstellt wurden und für deutschsprachige Leser nicht wirklich geeignet sind.

Nach intensiven Gesprächen - speziell mit Dr. Tsultrim Kalsang vom Materia Medica Department des Men-Tsee-Khang - habe ich mir erlaubt, bei den im Text vorkommenden Pflanzen neben einer Transliteration der tibetischen Bezeichnungen auch botanische Namen anzuführen. Diese wurden unverändert von der englischen Version des Men-Tsee-Khang übernommen und sind im hinteren Teil des Buches zu finden.

Für die vorliegende Übersetzung wurden hauptsächlich folgende Wörterbücher zu Rate gezogen:
The New Tibetan-English Dictionary Of Modern Tibetan (Goldstein 2004), Glossary of Standardised Terms (Department of Education/CTA, Terminology Project 2009), Glossary of Standardised Terms, Serial 2 (Department of Education/CTA, Terminology Project 2010), Glossary of Standardised Terms, Serial 3 (Department of Education/CTA, Terminology Project 2011), Glossary of Standardised Terms, Serial 4 (Department of Education/CTA, Terminology Project 2012), Glossary of Standardised Terms, Serial 5 (Department of Education/CTA, Terminology Project 2012), das Tibetan-English Dictionary of Tibetan Medicine and Astrology (Drungtso 2005), die in tibetischer Sprache erschienenen Werke Das große dung dkar Tibetisch-Chinesisch Wörterbuch mit dem tibetischen Titel dung dkar tshig mdzod chen mo (dung dkar blo bsang phrin las 2002b), Das große Wörterbuch der tibetischen Heilkunde mit dem tibetischen Titel bod lugs gso rig tshig mdzod chen mo (bod rang skyong ljongs sman rtsi khang 2006), Das große Tibetisch-Chinesisch Wörterbuch mit dem tibetischen Titel bod rgya tshig mdzod chen mo (krang dbyi sun 2003) sowie Das Wörterbuch der tibetischen Heilkunde - Vollkommen klarer Spiegel mit dem tibetischen Titel bod kyi gso rig tshig mdzod rab gsal me long (le dod mos 2009).
Darüber hinaus kam das Rangjung Yeshe Tibetan-English Dictionary in seiner im Internet zugänglichen Form (Nitharta internatioal 2010), sowie die online Wörterbücher der THL Webseite (THL 2010) zur Anwendung.

Für die botanischen Namen der Pflanzen dienten, wie oben beschrieben, diverse Informationsquellen. Die Wichtigsten waren: Tibetan Medicinal Plants (Kletter und Kriechbaum 2001), A Clear Mirrow of Tibetan Medicinal Plants, First bzw. Second Volume (Dawa 1999 bzw. 2009), Tibetan Medicine (Molvray 1988), das Dictionary Of Tibetan Materia Medica (Yonten 1998), sowie die in tibetischer Sprache erschienenen Bücher bod kyi gso rig dang a yur we dha krung dbyii sman gzhung bcas las bstan bi skye dngos sman rdzas kyi dpar ris dang lag len btus von Dr. Tsultrim Kalsang (tshul khrims skal bzang 2008) und khrungs dpe dri med shel gyi me long von Gawa Dorje (dga bai rdo rjes 1995).

Die nun in englischer Sprache vorliegende rgyud bzhi-Übersetzung des Men-Tsee-Khang und auch dieses Buch basieren auf einer Abschrift eines Holzdruckes der rgyud bzhi aus dem Jahr 1892, die unter der Bezeichnung Chakpori-Holzdruck bekannt ist. Die in der Version des Jahres 1892 enthaltenen Fehler wurden, wie bei Tibetern traditionell üblich, aus Respekt vor den alten Texten unverändert übernommen.

An dieser Stelle ein kleiner Überblick über die diversen, in den vergangenen Jahrhunderten erstellten, rgyud bzhi-(Holz)-Drucke. Die tibetische Bezeichnung für diese Holzdrucke lautet: par ma.
Dr. Tsering Wangdue, Lecturer of the Tibetan Medicine College, war so hilfsbereit, mir diese Informationen in tibetischer Schrift am 27.8.2011 zur Verfügung zu stellen. Da es mir schwer gefallen ist, seine Handschrift zu entziffern, habe ich Acharya Thubten Puntsok, Bibliothekar der LTWA, gebeten, bei der Lektüre dieser Notizen zu helfen.
Anbei eine Zusammenfassung (die sicherlich überarbeitet bzw. ergänzt werden kann):
Im Jahr 1546 lies yar brgyab pa eine handschriftliche Version der rgyud bzhi, bekannt als grva thang-Version, erstellen.
Diese handschriftliche Abschrift diente als Grundlage für einen im Jahr 1662 veröffentlichten Holzdruck, den grva thang-Holzdruck.
Im Jahr 1687 lies sde srid rin po che, der Regent des V. Dalai Lama, den sogenannten Potala-Holzdruck herausgeben.
Dieser Potala-Holzdruck der rgyud bzhi diente als Grundlage für den von si tui dngos slob in Auftrag gegebenen und im Jahr 1733 vollendeten sde dge-Holzdruck.
Im Jahr 1888 erfolge eine Veröffentlichung einer überarbeiteten Version des Potala-Holzdruckes.
Vier Jahre später wurde unter dem XIII. Dalai Lama von der in Lhasa am Eisenhügel befindlichenen Ausbildungsstelle für tibetische Ärzte der sogenannte Chakpori-Holzdruck herausgegeben. Die nun in englischer Sprache vorliegende rgyud bzhi-Teilübersetzung des Men-Tsee-Khang und auch das vorliegende Werk basieren wie oben angeführt auf einer Abschrift dieses überarbeiteten Holzdruckes aus dem Jahr 1892.
Im Jahr 1980 wurden die rgyud bzhi vom pod ljongs mi rigs dpe skrun khang zum ersten Mal in Form eines Buches veröffentlicht. Dieser Publikation diente der sde dge-Holzdruck als Grundlage.
Die Veröffentlichung des Jahres 1980 aus der TAR diente wiederum als Grundlage für eine in einen Computer eingegebene und im Jahr 2006 als Buch herausgegebene rgyud bzhi-Version des Men-Tsee-Khang in Dharamsala.

Danksagung

Mein herzlicher Dank gilt:

... Seiner Heiligkeit, dem XIV. Dalai Lama. Möge Er ewig leben!

... Mag. Ursula Derx für ihre erste Version der Übersetzung. Sie hat meine Arbeit wie schon in den Jahren zuvor bei dem Werk Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen durch ihre präzise Vorgangsweise sowie gekonnte Wortwahl bereichert!

Tashi Tsering, Direktor des Men-Tsee-Khang seit 2012 für seine Unterstützung sowie die überaus angenehme Zusammenarbeit.

... Dr. Tsewang Tamdin, Direktor des Men-Tsee-Khang in den Jahren 2010 bis 2012. Er hat die vorliegende Übersetzung möglich gemacht.

... Dr. Tsering Wangdue, Lecturer of the Tibetan Medicine College des Men-Tsee-Khang, für seinen freundschaftlichen, täglichen Privatunterricht während meiner zahlreichen Aufenthalte in Dharamsala.

Dr. Stephan Kloos vom Institut der Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) für sein dieses Buch bereicherndes Vorwort. Er wurde im September 2013 vom Europäischen Forschungsrat (ERC) mit einem EU-Förderpreis ausgezeichnet. Mit Hilfe dieses Starting Grant erforscht der Medizin-Anthropologe die Entstehung und Dynamiken einer transnationalen Medizin-Industrie in Indien, China, Bhutan und der Mongolei.
Ziel des Projekts ist eine ethnographische Beobachtung und Analyse der komplexen Industrie von Medizininstituten über Pharmaproduzenten und Heilkräutermarkte bis zu Arzneimittelbehörden als Gesamtphänomen.
Besonders thematisiert werden dabei die Zusammenflüsse von Wissenschaft und Religion, Ethik und Politik sowie Kapitalismus und Kultur, welche nicht nur die traditionelle Pharmaindustrie, sondern auch weite Teile der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik prägen.

... Dr. Barbara Gerke, Humboldt Universität zu Berlin, für ihre überaus willkommenen, kritischen sowie konstruktiven Anregungen. Sie hat durch ihre Tätigkeit meine Arbeit bereichert und die Qualität des nun vorliegenden Werkes gehoben.

... Dr. Dawa, Direktor des Men-Tsee-Khang in den Jahren 2004 bis 2010. Er hat bereits im Jahr 2009 den Grundstein für die nun vorliegende Übersetzung gelegt.

... Seiner Heiligkeit, dem XVII. Karmapa Orgyen Trinley Dorje. Er hat mir vor seiner Flucht in das indische Exil im Jahr 1998 in seinem Kloster in Tsurphu nahe Lhasa in überaus großzügiger Weise sowohl Medizin Buddha-dbang (Empowerment), als auch -lung (Oral transmission) und -khrid (Instruction) erteilt. In den folgenden Jahren durfte ich durch den leider in den letzten Jahren verstorbenen Tenga Rinpoche in Kathmandu; Tsetrul Rinpoche im Nechung-Kloster in Dharamsala; Trogawa Rinpoche (1932-2005), damals Direktor des Chagpori Tibetan Medical Institute in Darjeeling; Thrangu Rinpoche in Wien sowie Dzogchen Ponlop Rinpoche in Südfrankreich zusätzliche, vertiefende dbang, lung, khrid erhalten.

... Dr. Thokmay Paljor, ehemaliger Chief Translator des rgyud bzhi Translation Department des Men-Tsee-Khang für seine geleistete Pionierarbeit und unsere freundschaftliche Zusammenarbeit.

dem Team des rgyud bzhi-Translation Department Dr. Sonam Dolma, Dr. Passang Wangdu, Dr. Norchung, Dr. Tenzin Choying, sowie Dr. Tsering Thackchoe, Dr. Jamyang Dolma, Dr. Namdol Lhamo und Dr. Pema Tseto für gute Zusammenarbeit, konstruktiven Austausch, lebhafte Diskussionen sowie zahlreiche Hilfeleistungen.

... Dr. Pema Dorjee, ehemaliger Leiter des Sorig Literary Research Department des Men-Tsee-Khang, für seine beratende Tätigkeit. Ihn habe ich immer dann konsultiert, wenn alle anderen zur Verfügung stehenden Quellen kein klares Ergebnis erbringen konnten.

Dr. Tenzin Leksok, Arzt der Kunphen Medical Centre in Boudha, Kathmandu. Er hat seine Ausbildung in der Central University of Tibetan Studies in Sarnath, Varanasi, genossen und ist mir zu Beginn des Jahres 2013 sowie bei einem zweiten Aufenthalt in Nepal im Dezember des Jahres 2013 Kapitel 1 bis 5 des Textes mit Hilfe zahlreicher rgyud bzhi-Kommentare im Detail durchgegangen und hat darüber hinaus wichtige Literaturempfehlungen gegeben.

Dr. Dolma Tsering, Ärztin der Shelkar Tibetan Medical Clinic in Boudha, Kathmandu, für umfangreiche tägliche Erklärungen diverser schwer verständlicher Textpassagen während meiner Aufenthalte in Nepal im Januar der Jahre 2012 und 2013.

... Acharya Thubten Puntsok, Bibliothekar der LTWA - Library of Tibetan Works & Archives bis im September des Jahres 2013, für seinen täglichen Sprachunterricht während meiner Aufenthalte in Dharamsala. Er hat darüber hinaus immer schwer erhältliche Texte aus Tibet ausfindig machen können.

... dem Team der LTWA - Library of Tibetan Works & Archives unter der Leitung von Geshe Lhakdor für zahlreiche Hilfeleistungen, insbesondere das zur Verfügung stellen mehrerer Kommentare der rgyud bzhi sowie weiterer schwer zu beziehende Werke, die sich mit dem Thema Tibetische Medizin befassen.

Frau Nyima Dekyi, sie ist für den Tibetisch-Unterricht der LTWA verantwortlich, sowie Acharya Sangye Tandar Naga, Leiter der Cultural Research and Publications-Abteilung. Beide sind immer wieder als überaus kompetente, niemals enden wollende Quellen des Wissens zur Verfügung gestanden.

... Frau Dr. Tsering Choezom, Leiterin des Astrological Department des Men-Tsee-Khang, für ihre Hife bei der Übersetzung im rgyud bzhi vorkommender astrologischer Begriffe.

... Herrn Tseten Dorjee, Personal Assistent des Direktors des Men-Tsee-Khang. Immer wieder hat er, bedingt durch sein Wissen über die Abläufe im Men-Tsee-Khang sowie der Exilregierung, in den letzten Jahren dazu beigetragen, Projekte Realität werden zu lassen.

... Dr. Tsultrim Kalsang vom Materia Medica Department des Men-Tsee-Khang für seine beratende Tätigkeit.

... Herrn Aang Dandi Sherpa in Kathmandu für seine Hilfe bei der Übersetzung buddhistischer Fachausdrücke.

... Mag. Walter Fehlinger vom Bacopa-Verlag für unsere langjährige, freundschaftliche Zusammenarbeit.

... Frau Elfi Kochwalter für die kontinuierliche Unterstützung bei der Niederschrift dieses Buches.

Ursula Ploberger für das Korrekturlesen des gesamten Textes.

... Herrn Erwin Perlinger sowie der ReformhausMarketing GmbH für die großzügige finanzielle Unterstützung. Sie hat dazu beigetragen, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.

In der Hoffnung, den Ansprüchen der interessierten Leser/Innen gerecht zu werden, verbleibe ich in tiefer Dankbarkeit, mich intensiv mit diesem Text beschäftigt haben zu dürfen,

Florian Ploberger
Dharamsala, im Juli des Holz-Pferd-Jahres 2014

Ich bin davon überzeugt, dass wir Tibeter mit unserem medizinischen System zum Wohlbefinden unserer Mitmenschen beitragen können, sogar jetzt, wo wir selbst als Flüchtlinge unser Leben fristen.
Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama

Eine uralte Tradition, die auf einem Gerüst fundierter Theorien aufbaut, in bewundernswürdiger Weise in 5900 Versen geschrieben und mit einem Garn von Metaphern und Gleichnissen feinstens verwoben ist, eine uralte Tradition, welche die Weisheit einer der ältesten und unberührtesten Kulturen der Welt darstellt, wird heute der Welt verkündet, damit sie von allen Erdenbürgern in Ehren gehalten und gewürdigt werde.

Die Tibetische Medizin ist eine Kunst, denn sie zeigt, wie man optimal sein Leben meistert. Sie ist auch eine Wissenschaft. Ihre Erkenntnisse können in Theorie und Praxis empirisch bewiesen werden. Die Tibetische Medizin kann auch als Philosophie bezeichnet werden, da sie eine tiefgründige Verbindung zur buddhistischen Lehre herstellt. Sie ist ein umfassendes Konzept und bietet Antworten auf viele psychologische Krisen und psychosomatische Krankheiten der heutigen Zeit; ihr System stellt eine integrierte Wissenschaft dar.

Diese facettenreiche Weisheit, die in einem Werk zusammengetragen wurde, wird rgyud bzhi genannt und ist der Grundlagentext der Tibetischen Medizin schlechthin. Die rgyud bzhi enthält vier Tantras, nämlich rtsa rgyud (Wurzeltantra), bshad rgyud (Tantra der Erklärungen), man nag rgyud (Tantra der mündlichen Überlieferung) und phyi ma rgyud (nachfolgendes Tantra). Die ersten beiden Tantras bilden das Fundament, auf dem alle Prinzipien der Tibetischen Medizin aufbauen. Drittes und viertes Tantra geben detailliertere Einsichten über die Klassifikation von Krankheiten, die praktische Anwendung von Diagnosemethoden und die therapeutischen Aspekte der Tibetischen Medizin.

Diese Übersetzung des Letzten Tantra macht deutlich, dass das Tibetische Volk auch andere Völker an seinem Wissen teilhaben lassen und der Gesundheit aller Menschen dienen möchte.

Inhaltsverzeichnis
Vorwort des Herausgebers der deutschen Ausgabe
Einleitung von Dr. Stephan Kloos
Vorwort von Kalon Tripa (in tibetischer Sprache)
Anmerkung des Herausgebers der englischen Ausgabe
Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

VORWORT

Die Traditionelle Tibetische Medizin besteht aus breitgefächerten überlieferten Heilkenntnissen und -praktiken, die mit einer ganzheitlichen Behandlungsmethode das Gleichgewicht der geistigen und körperlichen Funktionen regulieren und erhalten wollen. Die Grundsätze beziehen sich auf die Eigenschaften der kosmischen Energien, da jede Störung die Umgebung beeinflusst und direkt oder indirekt das Wohlbefinden einer Person aus dem Gleichgewicht bringt. Ihre langjährige Geschichte, die soliden wissenschaftlichen Grundlagen und ihre wachsende Popularität sind ein klares Indiz dafür, dass die Tibetische Medizin weltweit eine wichtige Rolle spielt. Wertvolle Schätze finden sich in dem hoch angesehenen Werk rgyud bzhi (Vier Tantras), einem vollständigen und facettenreich gestalteten grundlegenden Text über die Tibetische Medizin, die ungekürzt sämtliche Theorien und Praktiken dieses Medizinsystems enthält. Sie ist das überlieferte Werk hervorragender tibetischer Gelehrter, die aus deren Weisheit entstanden ist und durch deren praktische Erfahrungen und Erfindungsreichtum weiter entwickelt wurde. Auf der Grundlage seiner praktischen Erfahrungen mit dem überlieferten tibetischen medizinischen Wissen, das aus der einzigartigen tibetischen Kultur, ihren Sitten, Gebräuche und ihrer Umwelt entstanden ist, stellte der legendäre Yuthok Yonten Gonpo, der Vater der Tibetischen Medizin, das Werk rgyud bzhi zusammen. Er bezog auch die damals bekannten asiatischen Medizinsysteme ein, wie Ayurveda, die Traditionelle Chinesische und die Griechische Medizin, und schuf damit eines der ältesten, umfangreichsten und verlässlichsten Medizinsysteme der Welt.

Die Tibetische Medizin gehört zu den ältesten Werken der Medizin, sie enthält eine Materia medica mit komplexen und systematischen Herstellungsprozessen und ein vollständiges Diagnose- und Behandlungssystem. Die wichtigsten Grundsätze der Tibetischen Medizin basieren auf Harmonie und Balance, sie zeigen eine besondere Relevanz zu den Gesundheitsfragen der heutigen Zeit und zur Vorbeugung verschiedener mentaler oder körperlicher Störungen. Praxis und Lehre der Tibetischen Medizin sind hauptsächlich in Tibet verbreitet, jedoch haben sich auch alle Länder des Himalajagebiets sowie Indien, Mongolei, Kalmykien, Burjatien und einige westliche Länder die Methoden der Tibetischen Medizin angeeignet.

Da die Tibetische Medizin weltweit wachsendes Interesse genießt und sich immer mehr Menschen dafür interessieren, ist nun im Einklang mit den Wünschen seiner Heiligkeit des Dalai Lama die Zeit gekommen, dieses wertvolle Wissen weiterzugeben. Wir haben das Ziel, Wissen und Praxis der Tibetischen Medizin zu verbreiten und sie auch außerhalb von Tibet den Menschen zugänglich zu machen, damit alle englisch-sprachigen Ärzte, Wissenschaftler und Forscher, die ihren Patienten hochwertige Gesundheitspflege anbieten möchten, sich diese Kenntnisse aneignen können. Indem wir eine engherzige Zurückhaltung und Geheimhaltung ablehnen, haben wir am Men-Tsee-Khang ein Übersetzungsprojekt begonnen. Wir wollen allen Interessierten auf der ganzen Welt die authentischen Originaltexte der Tibetischen Medizin bereitstellen, damit neue Gedanken und Methoden ihren Eingang finden und so von großem Nutzen für die Bevölkerung der ganzen Erde sein können.

Im Rahmen des Übersetzungsprojekts wurde hier das Letzte Tantra, das vierte der vier Tantras, übersetzt. Es umfasst wichtige theoretische Grundsätze zur praktischen Anwendung der Tibetischen Medizin. Dazu gehören umfassende Diagnoseanleitungen und systematische Methoden zur Herstellung verschiedener Arten von Arzneien, die systematische Anwendung ausleitender und äußerer Anwendungen und die Zusammenfassung von Wissen und Praxis der Tibetischen Medizin insgesamt. Puls- und Urinuntersuchung, die beiden üblichen und wichtigsten Diagnosemethoden der Tibetischen Medizin, werden zu Beginn des Letzten Tantras umfassend und systematisch erläutert. Danach wird der systematische Prozess der Herstellung verschiedener Arten tibetischer Arzneien behandelt, wie: Dekokte, Pulver, Pillen, Pasten etc. und deren Anwendung für bestimmte Krankheiten sowie die schwierige Herstellung von Juwelenarzneien und Kräutermischungen. Auch die Anwendung milder Therapien, wie Purgation, Brechmittel, milde Zäpfchen, Kompressen, Massagen etc., sowie drastischer Therapien, wie Moxibustion und Aderlass etc., wird genau dargestellt. Zum Schluss folgt ein kurzer Bericht über wichtige Überlegungen zur praktischen Anwendung der rgyud bzhi und eine präzise Anleitung, wie die rgyud bzhi den dafür qualifizierten Studenten gelehrt werden soll. Der gesamte Text des Letzten Tantra ist mit dem Garn von Metaphern und Gleichnissen fein durchzogen, welche die Weisheit einer der ältesten Kulturen der Welt in Theorie und Praxis offenbaren.

Anmerkung zur Übersetzung

Die englische Übersetzung des Letzten Tantra basiert auf der Chagpori-Ausgabe von 1892. Es gibt jedoch einige tibetische Begriffe, die nicht übersetzt wurden. Die Bedeutung dieser Begriffe wird jeweils in Klammern angeführt. Ein Prüfungskomitee aus leitenden Ärzten des Men-Tsee-Khang hat die gesamte Übersetzung geprüft und editiert, um eine verlässliche und maßgebliche Übertragung des Quelltextes sicherzustellen. Unsere besonderen Bemühungen galten dem Ziel, der Intention des Originaltexts so genau wie möglich zu entsprechen. Da wir keine professionellen Übersetzer sind, räumen wir ein, dass die Übersetzung nicht immer besonders elegant sein mag, wir sind jedoch überzeugt, dass unser Werk eine getreue Wiedergabe des Originals ist. Auch möchten wir uns für etwaige Textstellen oder Sätze entschuldigen, die unklar geblieben sind oder stilistische Mängel aufweisen.

Besonders genau untersuchten wir die Phonetik, um die tibetische Aussprache unseren Leserinnen und Lesern, die keine Tibeter sind, möglichst getreu vermitteln zu können. In dieser Ausgabe wurden einige wichtige Fachbegriffe der Tibetischen Medizin sowie die Namen aller Kräuter, Pflanzen, Mineralien und einiger bestimmter Ingredienzien phonetisch dargestellt, um das Lesen zu erleichtern. Die Bedeutung der phonetisch niedergeschriebenen Begriffe wird in den Verzeichnissen am Ende des Buches angeführt. Bestimmte phonetische Begriffe, die nur für das jeweilige Kapitel relevant sind, sind als Endnoten zum betreffenden Kapitel aufgelistet. Die Transliteration nach Wylie wird zum Zwecke der literarischen Forschung im Verzeichnis ebenfalls angeführt. Die wissenschaftlichen und allgemeinen Bezeichnungen der in diesem Buch angeführten Arzneimittelzutaten stammen von der Abteilung Materia Medica dieses Instituts.

Die Tibetische Medizin ist in der buddhistischen Philosophie tief verwurzelt, und der Buddhismus lehnt es strikt ab, einem Lebewesen Schaden zuzufügen. In der Vergangenheit wurden keine großen Mengen tibetischer Arzneien benötigt, und die Verwendung tierischer Produkte war gering. Seit wir uns im Exil befinden, wurden tierische Produkte auch in Hinblick auf das weltweit vertiefte Umweltbewusstsein und die jäh zunehmende Popularität einer vegetarischen Lebensweise komplett durch ähnlich wirksame Kräuterarzneien ersetzt. Um jedoch den Reichtum der Tibetischen Medizin aufzuzeigen und das Wissen um den therapeutischen Nutzen von tierischen Produkten zu erhalten, werden deren Wirkkräfte in dieser Übersetzung in Übereinstimmung mit dem Quelltext aufgezeigt.

Danksagung

Unseren innigen Dank schulden wir der Leitung des Men-Tsee-Khang für ihre umfassende Unterstützung für dieses Projekt. Wir danken den Mitgliedern des Prüfungskomitees, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen und die gesamte Übersetzung verantwortungsvoll und mit höchster Genauigkeit prüften. Besonders dankbar sind wir Barbara Gerke aus Deutschland und Diane Levy aus den USA, die viel Zeit und Energie dafür aufwendeten, diese Übersetzung lesbarer zu machen. Diane Levy, eine Ärztin der Chinesischen Medizin, hat nicht nur das Endlektorat dieser Ausgabe übernommen, sondern uns auch bei der Überarbeitung der ersten Version der englischen Übersetzung des Letzten Tantra während ihres kurzen Aufenthalts in Dharamsala unterstützt. Unser Dank geht auch an Frau Phurbu Lhamo Forschungsabteilung für pflanzliche Produkte, und an Frau Tenzin Kunsang, EDV-Abteilung, für ihre Hilfe bei der Indexierung und beim digitalen Setzen des Textes. Auch möchten wir Dr. Tsering Norbu, Materia-Medical-Abteilung, Men-Tsee-Khang, für das Thangka-Bild danken, das auf der ersten Buchseite abgedruckt ist. Ebenso danken wir Herrn Bhuchung, Abteilung Materia Medica, Men-Tsee-Khang, für seine wunderbaren Zeichnungen der wertvollen Arura-Fruchtschale, die jedem Kapitel als symbolische Opfergabe und Ehrung der Großen vorangestellt ist.

Wir freuen uns über etwaige Kommentare oder Verbesserungsvorschläge, welche wir gerne in einer zukünftigen Auflage dieses Buches berücksichtigen werden.

Übersetzungsabteilung
Men-Tsee-Khang
Dharamsala - 176215
District Kangra
Himachal Pradesh, INDIEN

Der Herausgeber
Der Autor
Dr. med. Florian Ploberger B. Ac., MA
Geboren im Wasser-Büffel-Yin-Jahr 1973.

Schwerpunkte:
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Tibetische Medizin.

Ausbildungen:
Medizinstudium und Turnus in Wien, Akupunkturausbildung bei der Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur und Aurikulotherapie 1996; dreijährige TCM-Ausbildung bei Claude Diolosa bis 1998; Bachelor in Akupunktur der K.S. Universität in den USA 1999; vier Semester Studium der Sinologie sowie 37 teilweise mehrmonatige Studien- und Forschungsaufenthalte in China (TCM-Universität in Peking, TCM-Universität in Chengdu), Indien (LTWA - Library of Tibetan Works & Archives, Men-Tsee-Khang (Institut für Tibetische Medizin und Astrologie unter der Schirmherrschaft des XIV. Dalai Lama in Dharamsala, Nordindien)) und Nepal. 2012 Master der Tibetologie an der Universität Wien.

Wahlarzt in Wien.

Internationale Lehrtätigkeit und zahlreiche Publikationen in den Themenbereichen TCM (z.B. das bereits in 8. Auflage erschienene Buch Westliche Kräuter aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (auch in englischer Sprache unter Western Herbs from the
Traditional Chinese Medicine Perspective erhältlich), das bei Elsevier erschienene Buch Westliche und traditionell chinesische Heilkräuter) und Tibetische Medizin. Zahlreiche Artikel in deutschen sowie englischsprachigen Fachzeitschriften.

Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Bacopa-Bildungszentrums in Oberösterreich sowie Präsident der Österreichischen Ausbildungsgesellschaft für Traditionelle Chinesische Medizin (ÖAGTCM). Mitglied von IASTAM (International Association for the Study of Traditional Asian Medicine).

2008 wurde er vom Men-Tsee-Khang eingeladen, dort Vorträge zu halten.
Seit 2007 Lehrtätigkeit als Univ. Lektor am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde (ISTB) der Universität Wien über diverse Themen der Tibetischen Medizin. Im Rahmen dieser Tätigkeit konnte er bedeutende tibetische Ärzte wie beispielsweise Dr. Dawa, Dr. Namgyal Qusar, Dr. Tsultrim Kalsang, Dr. Teinlay P. Trogawa sowie die Astrologin Dr. Tsering Choezom zu Gastvorträgen an die Universität einladen.
Im Sommer-Semester 2010 ein Semester lang Lehrtätigkeit am Institute of South and Central Asia der Prager St. Charles University, 2011 ein Gastvortrag am Institut für Ostasienwissenschaften der Universität Wien / Bereich Sinologie, seit 2012 jährlich ein Gastvortrag an der Medizinischen Universität Wien im Rahmen der Ringvorlesung Komplementärmedizin, 2014 vier Vorträge über Westliche Kräuter aus Sicht der TCM auf Einladung der Österreichischen Apothekerkammer sowie ein Vortrag am Institut der Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).

Darüber hinaus Vortragstätigkeit bei diversen internationalen Kongressen, beispielsweise 2012 am 12. ICOM-Kongress in Seoul/Südkorea, 2014 am 3rd International Congress on Traditional Tibetan Medicine in Kathmandu/Nepal sowie Vorsitzender der Sitzung Akupunktur beim Menopausekongress in Wien (Veranstalter: Universitätsklinik für Frauenheilkunde), 2015 am International Workshop on Tibetan medical formulas an der University of Westminster in London / British Academy, am Establishing Meeting for the Tibetan Medicine Committee of the World Federation of Chinese Medicine Societies & First Annual Conference on Tibetan Medicine in Xining, China sowie bei der 4th International Academic Conference on Comparison of Traditional and Modern Medicine in Yunnan, China, als keynote speaker.

2009 wurde er offiziell von Dr. Dawa, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, in Absprache mit dem Health Department der Exilregierung der Tibeter mit der Übersetzung der ersten beiden Teile des bedeutendsten Werkes der Tibetischen Medizin (rgyud bzhi) beauftragt. Dieser nun unter dem deutschen Titel Wurzeltantra und Tantra der Erklärungen erschienene Text dient seit dem 12. Jahrhundert als Grundlagentext in der Ausbildung der tibetischen Mediziner und wird noch heutzutage auswendig gelernt.
2011 wurde er von Dr. Tamdin, dem damaligen Direktor des Men-Tsee-Khang, mit der Übersetzung des letzten Teiles der rgyud bzhi beauftragt (erschienen 2015 unter dem Titel Das letzte Tantra aus Die vier Tantra der Tibetischen Medizin).

Preisträger des lebensweise-Preises 2013 in der Kategorie Wissenschaft & Medizin.

Mehr Informationen finden Sie unter www.florianploberger.com

Herr Dr. Ploberger unterrichtet seit 2000 im Bacopa Bildungszentrum.

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